RAHMEN UND PROZESSE FÜR GMP+

RAHMEN UND PROZESSE FÜR GMP+

QUALITÄTSMANAGEMENT FÜR PFLANZENKOHLE ALS EINZELFUTTERMITTEL – IN 6 SCHRITTEN ZUM ZERTIFIZIERTEN PRODUZENTEN: RAHMEN UND PROZESSE

1. Den Rahmen schaffen

Einer der ersten Schritte sollte die Festlegung von betrieblichen und organisatorischen Eckpfeilern sein. Die wichtigsten Fragestellungen sind hierbei: welche Ziele und Unternehmensleitlinien werden verfolgt; wie ist die Organisation aufgestellt; welche grundlegenden Prozesse sind im Betrieb vorhanden? Die Dokumentation dieser Ergebnisse wird in einem Handbuch (Qualitätsmanagement-Handbuch) niedergeschrieben.

Qualitätsmanagement Prozesse zur Herstellung von Pflanzenkohle (Grafik: B-QC, 2015)
Qualitätsmanagement Prozesse zur Herstellung von Pflanzenkohle (Grafik: QM-D, 2015)

2. Die Prozesse im Unternehmen

Im Handbuch werden die grundlegenden Prozesse dargestellt. Im nächsten Schritt werden diese in Prozess- bzw. Verfahrensbeschreibungen konkretisiert. GMP und auch andere Zertifizierungsstellen fordern mindestens sechs grundlegende Verfahren: Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen, Umgang mit fehlerhaften Produkten, Qualitätsplanung, Interne Audits sowie Lenkung von Dokumenten und Aufzeichnungen. Im Futtermittelbereich wird auf die Dokumentation von Rückholung und den Umgang mit Krisen besonderer Fokus gelegt. Die eigentlichen Kern-, Leit- und Unterstützungsprozesse werden entlang der Wertschöpfungskette entwickelt.

Dort werden unter anderem die einzelnen Schritte, Zuständigkeiten, In-/Ouput des Vorgangs, Steuerungsgrößen, kritische Punkte, Schnittstellen und Abhängigkeiten dokumentiert.

 

Zur Herstellung von Futtermitteln müssen insbesondere die Vorgänge im Bereich Beschaffung und Lagerung von Biomasse, der Herstellung, die Abfüllung sowie die Lagerung von Pflanzenkohle und der Vertrieb bzw. die Auftragsdisposition ggf. auch der Transport betrachtet werden. Begleitend sind die Rückverfolgung vom Rohstoff zum Kunden, die Wartung und Reinigung von Maschinen sowie die eingesetzten Messmittel und ein Hygienemanagement von wesentlicher Bedeutung. Aus diesen Verfahren entstehen entsprechende Anforderungen an die Spezifikationen von Biomasse, Pflanzenkohle sowie Verpackungseinheiten einschließlich der notwendigen Etikettierung und dem Verschluss. Für eine Zertifizierung des Qualitätsmanagements müssen zudem alle notwendigen Dokumente vorhanden sein wie z. B. Lieferantenverträge und -freigaben, Organigramm, Stellenbeschreibungen, Vertretungslisten, Krisenteam- und Krisenansprechpartner.

(6 Schritte QM GMP+ 160228)

In 6 Schritten zum zertifizierten Produzenten:

Rahmen und Prozesse

HACCP und Implementierung

KVP und Audit

Über den Autor

Andreas Dinnebier

Als Unternehmensberater denke ich in Strukturen und bleibe auf eine konstruktive Weise immer kritisch, mir selbst und anderen gegenüber. Davon profitieren in erster Linie meine Kunden, die ich dazu motiviere, ihre gewohnten Abläufe regelmäßig in Frage zu stellen.

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